Zum Inhalt springen

Fernweg

Neckartal-Radweg

Rund 370 km Radfernweg entlang des Neckars, von der Quelle in Villingen-Schwenningen bis zur Mündung in den Rhein in Mannheim, in 8 Etappen.

Etappen
8
Gesamtstrecke
rund 370 km

Etappen

Anfang Ziel

Villingen Bahnhof → Rottweil Hauptstraße

Etappe 1

Die erste Etappe des Neckartal-Radwegs ist ein kulturelles und landschaftliches Erlebnis. Sie beginnt in der Doppelstadt Villingen-Schwenningen, deren einer Teil – Villingen – einst in Baden lag, während Schwenningen altwürttembergisches Gelände ist. Eine reizvolle Verbindung mit einer Altstadt in Villingen, die an die große Geschichte der Zähringer erinnert. Auf dem Wege nach Schwenningen begegnet einem erstmals der Namensgeber des Radwegs: Aus einer kleinen Öffnung im Moor sprudelt die Quelle des Neckars, in Stein gefasst und namentlich markiert. Ein schöner Ort, um kurz an- und innezuhalten. Ab sofort ist der Fluss der ständige Begleiter, ein glucksendes Rinnsal, das hier noch ganz gemächlich durch die Landschaft plätschert. Liebevoll wird dieser Abschnitt bei Dauchingen und Deißlingen auch „Neckartäle“ genannt. Am Ende dieser kurzen ersten Etappe liegt wieder ein Stück Landesgeschichte: Mit über 2000 Jahren Vergangenheit ist Rottweil die älteste Stadt Baden-Württembergs.

27,3 km ca. 7:15 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
89 m
Abstieg
198 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
0 km 27 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Quelle: Geschäftsstelle Neckartal-Radweg · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Rottweil → Horb am Neckar

Etappe 2

Zwischen Rottweil und Horb nimmt der Neckar langsam Fahrt auf, verwandelt sich aus einem kleinen Bächlein in einen Fluss. Mitten in einer malerischen Landschaft umfließt er Berge, schlängelt sich durch Wiesen und Felder und verwöhnt die Radfahrer mit Gefällstrecken. Bald nach der alten Stadt Rottweil sind die Wehrmauern der Ruine Neckarburg erkennbar. Es folgen steile Hänge, Felsen und schluchtartige Seitentäler. Hier begegnen sich Schwarzwald und Schwäbische Alb mit einem Fluss in der Mitte, der nach Norden strebt. In Oberndorf lauern ihm die Narren auf, die wilden Gesellen der schwäbisch-alemannischen Fasnet, an deren Narrenbrunnen man sich auch nach Aschermittwoch wunderbar erfrischen kann. Auf dem Weg nach Sulz und Horb lohnt sich der eine oder andere Abstecher, etwa zur jüdischen Synagoge nach Rexingen oder dem Wasserschloss in Glatt. Am Ziel in Horb ist der Neckar dann schon ein richtig stattliches Gewässer, über dem majestätisch die Altstadt thront, die im Sommer Kulisse der überregional bekannten Ritterspiele ist.

47,9 km ca. 13:00 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
302 m
Abstieg
514 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
26 km 0 km 48 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Quelle: Geschäftsstelle Neckartal-Radweg · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Horb am Neckar → Tübingen

Etappe 3

Geschichtsträchtiges Schwaben! Von Horb nach Tübingen durchquert man mehrere Fachwerkstädte mit großer Vergangenheit und modernem Flair. Horb verabschiedet die Radler mit einer der schönsten Fachwerkkulissen des Landes und entlässt sie in eine idyllische Flusswelt mit vielen kleinen Ortschaften. Der Neckar biegt nach Nordosten ab und gräbt sich immer tiefer ins württembergische Kernland hinein. In Rottenburg siedelten schon die Römer und viel später der katholische Bischof einer neuen Diözese, die dort noch heute ihren Sitz hat. Rund um den Dom und den historischen Marktbrunnen laden Geschäfte und Cafés zum Verweilen ein. Nur gut zehn Kilometer entfernt liegt das alte protestantische Herz Württembergs: die Universitätsstadt Tübingen. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Orten blickt die Wurmlinger Kapelle von einem Hügel herunter - eine pittoreske Landmarke, die man kilometerweit sieht. Sie ist für die Etappe so prägend wie der Hölderlinturm am Tübinger Neckarufer, den man Ende dieser Etappe erreicht hat.

35,5 km ca. 9:30 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
200 m
Abstieg
266 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
12 km 19 km 0 km 35 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Tübingen → Esslingen am Neckar

Etappe 4

Auf dieser Etappe wird aus dem Neckar endgültig ein richtiger Strom, so groß, dass er ab Plochingen tatsächlich schiffbar ist. Eine Bundeswasserstraße! Am Startpunkt in Tübingen waren es noch etwas kleinere Boote, die am Ufer lagen. Stocherkahnfahrten gehören zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Tübinger, die Studenten bringen es hier zu wahrer Meisterschaft. Auf dem Weg nach Nürtingen begleiten den Neckar zahlreiche Stauseen und Tümpel, Rastplätze für die Menschen, aber auch für Vögel, die hier ihre Rückzugsgebiete finden. Gemächlich geht es voran, durch die alte Fachwerkstadt Nürtingen, deren Wahrzeichen, die Kirche St. Laurentius, mit ihrem Turm die Altstadt überragt. Immer wieder zeichnet sich auf der rechten Wegseite die Silhouette der Schwäbische Alb ab, an deren Fuß wenige Kilometer von der Radroute entfernt die alte Reichsstadt Reutlingen liegt. Am Etappenziel in Esslingen wartet die nächste Fachwerkkulisse auf die Besucher, in einer hervorragend erhaltenen Altstadt, die jährlich Tausende von Besuchern anlockt.

52,0 km ca. 13:15 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
36 m
Abstieg
130 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
0 km 52 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Quelle: Geschäftsstelle Neckartal-Radweg · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Esslingen am Neckar → Besigheim

Etappe 5

Die Etappe führt durch das Herzen Württembergs. Die Hauptstadt Stuttgart liegt ebenso auf dem Weg wie die prächtige Residenz in Ludwigsburg, die sich die Herzöge vor den Toren der Stadt errichten ließen. Hier blüht der Barock in einem großen Schlossgarten, aber auch der Wein gedeiht ganz wunderbar an den Ufern des Neckars, auf dem nun Lastkähne und Ausflugsschiffe verkehren. Schon in Esslingen überragen steile Weinlagen die Stadt, an deren Spitze eine Burg liegt, die in Wahrheit jedoch nur der Rest der Stadtmauer ist. Kurz vor den Toren Stuttgarts bekrönt die Grabkapelle der Württemberger die Weinberge, unten im Tal geht es im Weinbau-Museum in Uhlbach um die Geschichte der guten Tropfen. Im Wein liegt Wahrheit, aber auch jede Menge Poesie, die sich in der Geburtsstadt Friedrich Schillers in Marbach am Neckar besonders malerisch entfaltet. Der Abstecher zum Schiller-Nationalmuseum ist beinahe Pflicht, um danach beschwingt und Schleife für Schleife in Richtung Besigheim weiterzuradeln.

59,1 km ca. 15:00 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
49 m
Abstieg
100 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
16 km 30 km 47 km 0 km 59 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Besigheim → Bad Wimpfen

Etappe 6

Wein-Genuss für alle Sinne Die 6. Etappe am Neckartal-Radweg wird gesäumt von imposanten Steillagen und sanften Rebhügeln. Gerade im Herbst ein beeindruckendes Farbenspiel. Während am Tag das Auge gekitzelt wird, sind es nach der Tour die Geschmacksknospen. In den regionaltypischen Besenwirtschaften und Weingütern klingt der Tag mit einem guten Glas Wein aus. Die verwinkelten Gassen von Besigheim sind ein Erlebnis. Hoch über dem Neckar thront die Altstadt, die ein Genuss für jeden Besucher ist. Ähnlich beschaulich wie Besigheim geht es in Lauffen zu, wo der berühmte Katzenbeißer angebaut wird. Noch immer beherrscht der Weinbau die Neckarufer, lugen aus den Hanglagen neben dem Fluss kleine Wengerter-Häuschen hervor. Die Hauptstadt des Württemberger Weinbaus ist Heilbronn. Wie in einem Amphitheater wird die Stadt Weinbergen umgeben. Hier steht mit der experimenta das größte Science-Center Deutschlands. Und auch sonst hat sich mit der Bundesgartenschau 2019 einiges getan. Einer grünen Lunge gleich zieht sich der Neckar fast parkähnlich durch die Innenstadt. Citybeach oder Neckarbühne laden ein, bei der Rast die Beine im Wasser baumeln zu lassen. Auf dem weiteren Weg Richtung Mündung kann in Bad Friedrichshall ein Salzbergwerk besichtigt werden. Ehe am anderen Flussufer eine nicht minder geschichtsträchtige Stadt auf Besucher wartet: Bad Wimpfen, die größte Kaiserpfalz der Staufer nördlich der Alpen und als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Weithin erkennbar an ihrer Silhouette mit den Türmen und Mauern am Ufer des Neckars.

38,5 km ca. 9:45 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
32 m
Abstieg
58 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
15 km 0 km 38 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Bad Wimpfen → Eberbach

Etappe 7

Keine andere Landschaft in ganz Deutschland kann mit einer solchen Dichte von Burgen, Burgruinen und Schlössern aufwarten wie das Neckartal. In der 7. Etappe des Radwegs erwarten Sie diese Burgen in ihrer ganzen Pracht. Bad Wimpfen markiert den Übergang von Württemberg in die Kurpfalz, von schwäbische in badische Gefilde, von den Weinhängen zu den Buntsandsteinfelsen des Odenwalds. Hier beginnt das Burgenviertel des Neckartals, es vergeht kaum eine halbe Stunde, schon ist die nächste Bergfestung erreicht. Auf Burg Guttenberg residieren noch richtige Adlige in Gemäuern, die in all den Jahrhunderten unzerstört blieben. Ihre Attraktion ist die Greifvogelwarte, in der Saison breiten täglich majestätisch Adler und Geier ihre Schwingen über dem Neckartal aus. Ein paar Kilometer weiter, auf Burg Hornberg, residierte einst der berühmte Götz von Berlichingen, ehe er fluchend in die Geschichtsbücher einging. Burg um Burg arbeitet sich der Neckar weiter in den Odenwald vor, begleitet von Schiffen, die an zahlreichen Schleusen auf die Nächste Stufe gehoben werden müssen. Ein Erlebnis! Die Etappe endet in der schönen Fachwerkstadt Eberbach, wo der Neckar sich nun um 90 Grad dreht und nach Westen weiterfließt.

43,3 km ca. 11:30 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
230 m
Abstieg
247 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
15 km 27 km 0 km 43 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Quelle: Geschäftsstelle Neckartal-Radweg · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Eberbach → Mannheim

Etappe 8

Finale! Die letzte Etappe des Neckartal-Radwegs ist noch einmal ein Highlight, mit einem gleitenden Übergang von den Bergen in die Rheinebene. Romantische Städtchen und beeindruckende Burgen säumen den Flusslauf des Neckar. Nicht nur wegen der Ritterromantik haben sich Hirschhorn und Neckarsteinach gemeinsam mit Eberbach und Neckargemünd den Namen „Die Romantischen Vier" gegeben. Hinter jeder Biegung wartet eine neue Burg auf Besucher, der Abschnitt gehört zu den Lieblingszielen der weißen Flotte auf dem Neckar, die in Heidelberg ihren Heimathafen hat. Alt-Heidelberg, du Feine! Die Studentenstadt hat nichts, aber auch gar nichts von ihrem Reiz verloren. Unten die Altstadt und über ihr die bezaubernde Ruine des Schlosses, die seit Jahrhunderten die Dichter inspiriert. Die letzten Radkilometer sind flach. Der Rheingraben löst den Odenwald ab und in Mannheim schließlich der Rhein auch den Neckar. 375 Kilometer hat man ihn begleitet, von der Quelle bis zur Mündung in Mannheim mit einer Vielfalt von Natur und Kultur, die keinen Moment der Langeweile aufkommen lässt.

62,2 km ca. 16:15 h Streckenweg Radfahren
Details ansehen
Aufstieg
203 m
Abstieg
243 m
Höhenprofil
250 m 500 m 750 m
14 km 26 km 0 km 62 km

Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.

Quelle: Geschäftsstelle Neckartal-Radweg · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Höhendaten

produced using Copernicus WorldDEM-30 © DLR e.V. 2010-2014 and © Airbus Defence and Space GmbH 2014-2018 provided under COPERNICUS by the European Union and ESA; all rights reserved

Die für das Copernicus-Programm zuständigen Stellen haften nicht für die Nutzung der Daten von Copernicus WorldDEM-30.

Gespeichert