Jakobsweg Etappe von der Talbrücke Freisen Oberkirchen nach St. Wendel
Diese Etappe führt von der Talbrücke in Freisen-Oberkirchen über St. Wendel-Hoof am Wendelinushof, am Missionshaus und der Wendelinuskapelle vorbei zur Wendelinusbasilika in St. Wendel. Die Etappe beginnt an dem eindrucksvollsten Bauwerk in der Gemeinde Freisen, der Talbrücke in Oberkirchen. Ihre 12 Bögen auf 11 Pfeilern erstrecken sich auf 275 m und überspannen in einer Höhe von 30 m das Tal der Oster direkt am Ortseingang von Oberkirchen. Die Talbrücke ist eine der größten Steinbrücken Südwestdeutschlands. Man nimmt an, dass die katholische Kirche St. Katharina Oberkirchen aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammt. Die Kirche zeigt sich in ihrer vollen Pracht als christlicher und kultureller Mittelpunkt von Oberkirchen. Das Naturschutzgebiet Weiselberg ist reich an Naturschönheiten und eindrucksvollen Schätzen. Der Weiselberg ist berühmt für die farbenprächtige Mineralbildung der dort gefundenen Achate. Im Mineralogischen Museum in Oberkirchen und im Mineralienmuseum in Freisen sind einige Fundstücke ausgestellt. Vorbei am Wendelinushof mit Tierhaltung, Werkstätten für Behinderte, Gärtnerei, Gastronomie und Markt für regionale Produkte. Entlang dem Friedhof der Patres und der Lourdes-Grotte geht es am Missionshaus vorbei. Pater Arnold Janssen gründete 1898 in St. Wendel die Missionsgesellschaft der Steyler Missionare. Zu dem Komplex gehören das völkerkundliche Museum und die Missionsbuchhandlung, das Arnold-Janssen-Gymnasium und die Missionshauskirche. St. Wendel wurde erstmals 496 n. Chr. als Basonvillaris erwähnt. Im 6. Jh. lebte hier der heilige Wendelin, der einer irisch-schottischen Mönchsbewegung angehörte. Einer Legende nach war er als Königssohn auf dem Weg nach Rom um die Königskrone zu empfangen, ließ sich aber als Eremit in St. Wendel nieder. Genau an der Stelle, an der er während einer großen Dürrezeit seinen Stab in den Boden stieß, steht heute die ihm geweihte Wendelinuskapelle mit einer Brunnenanlage. An dieser kommen wir auf dem Weg hinunter in die Stadt vorbei. Der Name „Sankt Wendalino“ wurde im Zuge der frühmittelalterlichen Wendelinusverehrung im 14. Jh. in einer Urkunde von Balduin von Luxemburg, dem Erzbischof von Trier, erstmalig erwähnt. Dieser wollte die Stadt zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbauen und somit erhielt St. Wendel 1332 die Markt- und Stadtrechte. Bald begann man mit dem Bau der Wendelinusbasilika, die aber erst 1460 im spätgotischen Stil fertig gestellt wurde. Mit ihrer hohen Turmhaube des Westturms ist sie ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt und gilt als eine der schönsten Hallenkirchen Deutschlands. Die Gebeine des heiligen Wendelin befinden sich noch heute im Hochgrab am Altar. An der Tumba wird seitlich ein Abbild von Jakobus mit der Muschel gezeigt. Als bedeutende Pilgerkirche zieht sie besonders zu den jährlichen Wallfahrtsveranstaltungen an Pfingsten und zur Wendelinuswoche zahlreiche Pilger an.
- Länge
- 15,3 km
- Gehzeit
- ca. 4:45 h
- Aufstieg
- 302 m
- Abstieg
- 396 m
Gehzeit laut Anbieter.
Höhenprofil von Fairvisit aus Satelliten-Höhendaten berechnet. Auf- und Abstieg weichen meist um bis zu ca. 10 % ab, in steilem Gelände auch mehr.
Start
Talbrücke Oberkirchen
In der Nähe
Unterwegs
Ziel
Wendelinusbasilika, Am Fruchtmarkt, 66606 St. Wendel
In der Nähe